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HOFFNUNGSZEITEN

Hier erscheint jetzt wöchentlichen ein Beitrag unseres Ruhestandsgeistlichen Pfarrer Josef Bierschneider:

Hoffnungszeiten  Walburga

Friedenslicht aus Betlehem in der Pfarrkirche angekommen

Ein kleines Licht das nicht auffällt - das aber groß in der Wirkung ist gerade in der heutigen Zeit!

Das Licht ist machtlos, aber nicht wirkungslos, gerade jetzt während der Corona Pandemie – ist es ein Lichtblick, nicht mutlos zu werden, nicht zu verzagen.

Das Friedenslicht aus Betlehem kann gerne in der Pfarrkirche geholt werden. Seien wir alle kleine Lichtträger !

Ihr Pfarrgemeinderat Beilngries

 

 

Die Pfarrei Beilngries setzt ein leuchtendes Zeichen

Am Freitag  Abend den 11.12.2020  setzten  die kirchlichen Vereine und Verbände  Offener Kreis/KDFB , Kolping , KAB sowie der Pfarrgemeinderat

ein Zeichen , während auf den Straßen durch Beilngries ein Autocorso zur Demonstration fuhr.

42 Lichter in Form eines Kreuzes wurden zum Gedenken an die Verstorbenen der Seniorenzentren aus Beilngries , Berching und Kipfenberg auf dem

Beilngrieser Kirchplatz aufgestellt. Domkapitular lies dazu die Sterbeglockezum Gedenken an die verstorbenen Personen für eine halbe Stunde läuten.

 

Vorlagen für die Advents und Weihnachtszeit

Siehe Rubrik:

Corona - Advents und Weihnachtszeit

Firmung in Beilngries

Erster Firmtermin in Beilngries ist am Samstag, 24. Oktober, um 10 Uhr. Und der zweite Termin ist am Samstag, 14. November, ebenfalls um 10 Uhr.

Erntedank in der Pfarrei St. Walburga

Am vergangenen Wochenende feierten die Pfarrgemeinden das Erntedankfest. Der Mesner Ivo Dropulja und seine Frau Kata gestalteten liebevoll einen Erntedank-Altar in der Pfarrkirche St. Walburga. Einige Gemeindemitglieder hatten das Mesnerpaar unterstützt und Gemüse und Früchte aus ihren Gärten zur Verfügung gestellt. So entstand ein beeindruckender Gabenaltar. Die Vorabendmesse am Samstag Abend wurde von Pfarrer Andreas Hanke zelebriert. Am Sonntag feierte Domkapitular Josef Funk die Gottesdienste in der Pfarrkirche. In seiner Einleitung wies er die Gottesdienstbesucher darauf hin, dass dieses Fest sowohl zum Danken als auch zum Denken anregt. „Erntedank heute lädt uns ein, bewusst auf unser Leben zu achten. Zu schätzen, WERTzuschätzen, was wir an guten Gaben geschenkt bekommen. Gott „Danke“ zu sagen für die Gesundheit, unsere Fähigkeiten, Kreativität, gelingende Beziehungen und die schönen Seiten des Lebens. Die uns seit Monaten angelegte Zwangsjacke namens „Covid 19“ macht uns noch sensibler dafür. Es verstärkt in uns das Potential, noch deutlicher unsere Abhängigkeit zu erkennen und in Demut zuzugeben: Im Letzten ist nicht der Mensch Herr der Dinge dieser Erde“, so Pfarrer Funk in seiner Predigt. Die Messe wurde musikalisch mitgestaltet von der Sopranistin Anja Zügner und Peter Sillner an der Orgel. Die Erntegaben bleiben noch während der ganzen Woche aufgebaut. Auch Kindergarten-Gruppen der beiden kirchlichen Horte St. Franziskus- und Schutzengel-Kindergarten werden im Laufe der Woche einen Besuch in der Pfarrkirche machen.
 

Erstkommunionen in Beilngries

Lange Zeit war man dieses Jahr davon ausgegangen, dass die Feier der Hl. Erstkommunion in Beilngries wegen der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Schutzauflagen heuer gar nicht erst stattfinden kann. Zunächst war der Termin deshalb auf den „weißen Sonntag“ 2021 verschoben worden.

Nach den vermehrten Lockerungen der staatlichen Beschränkungen und einem seit Wochen funktionierenden Hygienekonzept während der Beilngrieser Gottesdienste konnten nun doch noch in 2020 Termine für diesen besonderen Tag im Leben der jungen Christen gefunden werden. Zudem wisse man nicht um die Pandemie-Situation im nächsten Frühjahr.

 

Bereits am 25. Juli war es dann für 9 Kinder der Pfarrei St. Walburga so weit. Am Samstagvormittag durften Laura Rabl, Luis Huber, Eva Bierschneider, Jakob Pscherer, Julia Jonassen, Jonas Schmidt, Apollonia Merkl, Sandro Beer und Mia Stein zum ersten Mal den Leib Christi empfangen.

Gruppenbild im Pfarrgarten bei herrlichstem Wetter. Foto: Kneidinger

 

Kaplan Christof Schaum ermunterte die Kommunionkinder kurz zuvor in seiner Predigt die Freundschaft zu Jesus, welche mit der Kommunion den „Startschuss“ erfahre, weiterhin zu pflegen, auch mit der Unterstützung der Eltern. Diese Freundschaft verglich der Geistliche mit der „Blutsbruderschaft“ von Winnetou und Old Shatterhand: „Gott liebt uns bis zum Blut“.

 

Am 22. August durfte die zweite Gruppe der Erstkommunionkinder zum ersten Mal an den Tisch des Herrn treten. Nina Böhm, Leni Kneidinger, Paul Pickl, Laura Rohmann, Adrian Rudi, Gabriel Schmid und Isabel Thumann empfingen von Domkapitular Josef Funk die Hl. Erstkommunion.

Gruppenbild in der Beilngrieser Pfarrkirche; Foto: Kneidinger

Beide Gottesdienste konnten trotz aller Auflagen und Hygienemaßnahmen in einem würdigen Rahmen gefeiert werden.

Am 12. September findet der dritte Teil der Erstkommunion in Beilngries statt.

 

 

Maria Himmelfahrt

Wie bereits in den letzten Jahren bastelten Mitglieder der KAB und des Offenen Kreises auch heuer wieder Kräuterbüscherl die vor der 10 Uhr Messe am Himmelfahrtstag durch Kpl Schaum geweiht wurden.

65 Büschel wurden gemacht! Viele Gottesdienstbesucher brachten auch von zu Hause welche mit die dann im Gottesdienst den Segen bekamen.

Der Kräuterbuschen als kleine Apotheke:

Je nach Gebiet sind erschiedlich viele Kräuter in den Kräuterbuschen zu finden, die Anzahl schwankt, ist jedoch immer eine mystische oder symbolträchtige Zahl:
 

  • 7 - die Zahl sieben steht für die Anzahl der Schöpfungstage.
  • 9 - die Zahl steht für 3x3, also für die heilige Dreifaltigkeit.
  • 12 - steht für die Zahl der Apostel und der Stämme Israels.
  • 99 - 33x3 steht als Symbol für die heilige Dreifaltigkeit.
  • 24 - 2x12, steht für die zwölf Stämme Israels und die zwölf Apostel. 

Gebunden werden in der Regel viele heimische Kräuter  beginnend mit der Königskerze /Rose oder Lilie  sowie Alant, Arnika, Baldrian, Beifuß, Frauenmantel, Kamille, Johanniskraut, Liebstöckel, Pfefferminze, Schafgarbe, Rainfarn, Thymian, Lebenskraut, Eibisch, Haselnusszweige, Ringelblume aber auch Majoran, Ysop, Goldrute usw.

KAB Wallfahrt nach Mindelstetten

Traditionell trafen sich KAB-ler aus Beilngries und etliche weitere Gläubige am Grab der hl. Anna Schäffer zur alljährlichen Wallfahrt. Wir wollten sie trotz der Pandemie oder gerade wegen der Pandemie nicht ausfallen lassen, haben aber auf den Einsatz eines Busses verzichtet. Die Gläubigen kamen einzeln oder in kleinen Gruppen mit den Pkws.

Der Ortsgeistliche H.Monsignore Bauer begrüßte uns eingangs herzlich. Für die Messe hatte H.Kaplan Simon sich die Mühe gemacht eigens Liedzettel vorzubereiten; zusammen mit H.Pfarrer i.R. Bierschneider zelebrierte er die Messe mit ca 40 Gläubigen. In seiner Predigt ging der Kaplan auf das Leben und die Leiden der hl.Anna ein.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud der Kaplan noch zum kurzen Kreuzweg am Geburtshaus der hl. Anna ein, der ist angepasst an das Leben der Heiligen, zeigt einzelne Reliefe aus dem Leben und kann viel Hoffnung und Trost spenden. Vereinzelt hatten Gläubige auch schon vor der Messe den Kreuzweg besucht.

Ein paar Unentwegte fanden sich noch zum Abschluss im Landgasthof Braun in Imbath zur obligatorischen Brotzeit und ließen den Tag bei einer kleinen Brotzeit ausklingen.

Abschlussgottesdienst der Kommunionkinder

Nach wochenlanger Stille der Schülergottesdienste konnte am Donnerstag eine Abschlussgottesdienst für die Kommunionkinder des Jahres 2020 gefeiert werden. Jedes Kind bekam von Fr Gerl eine kleine Karte mit einem Marienkäfer darauf. Die Kinder wurden zu diesem Gottesdienst von den Eltern und Geschwistern begleitet.

In den kommenden Wochen wird die Erstkommunion in verschiedenen Kleingruppen gefeiert - die erste EK ist am 25.07.20.

 

Abend der Stille - Auszeit

 

Im Rahmen der alljährlichen Willibaldswoche findet in Eichstätt immer am Mittwoch ein Abend der Stille statt. Heuer konnte dieser nicht in der gewohnten Weise durchgeführt werden. Es folgte ein Aufruf aus dem Bistum Eichstätt,  dass dieser Abend dezentral in den Pfarreien druch geführt werden kann.  Für die Mitglieder des Pfarrgemeinderates war es ein Anliegen, diesen Abend der Stille gerade in dieser besonderen Zeit an zu bieten.

Der Abend sollte für die Besucher eine Möglichkeit sein, aus dem Alltagsstress auszusteigen, Ruhe zu finden,  Gott zu danken  und Kraft zu schöpfen für all die täglichen Anforderungen.  In der gestalteten Stunde wechselten sich besinnliche Texte  „Ruhe tut gut“ oder „Stille“ mit  Musikstücken, die  von Frau Bassler an der Orgel passend zu den Texten gespielt wurden und einer zehnminütigen Stille ab. Die Mitglieder des PGR´s schafften dafür auch die passende Atmosphäre mit einer Vielzahl von Kerzen in und vor der Kirche.  Vor dem Altar lag ein großer Rosenkrauz  sowie eine markante Wanduhr, die uns an das tägliche Gebet erinnern soll. Während der Stille bestand für die Besucher des Abends Gelegenheit, ihre Bitten und Dankesworte auf Zetteln festzuhalten und diese vor den Altar zubringen. Mit dem Schlussimpuls „ Alles hat seine Zeit“, dem gemeinsamen „ Vater unser“ sowie mit einem Segensgebet wurde der Abend beschlossen.  Gerne verweilten die Besucher noch, bis das letzte Lied „Amazing grace“ verklungen war. Durch den Abend der Stille setzte man ein Zeichen der Verbundenheit im gemeinsamen Gebet mit vielen anderen Pfarreien.

 

Fronleichnam 2020

 

 

Mit dem Begriff Fronleichnam verbinden die Katholiken normalerweise feierliche Prozessionen, geschmückte Häuser, Blumen streuende Kinder und vier Altäre im Freien.

Nichts von alldem gab es heuer, aber das Fest fand trotzdem statt, denn Jesus stand im Mittelpunkt aller, die sich zu ihm aufmachten; dazu gab es auch in unserer Region einige Möglichkeiten. In der Beilngrieser Pfarrkirche St. Walburga konnten die Gläubigen zwei Gottesdienste mit kleiner, eucharistischer Andacht besuchen.  Den ersten hielt Domkapitular Josef Funk, der Bedeutung und Entstehung von Fronleichnam kurz erläuterte. Jesus sei ein "Nahrungsmittel", das in allen Belangen des Lebens den Hunger der Menschen stille. Im Evangelium habe er zu den Jüngern und damit auch zu uns gesprochen: "Wer mich isst, wird durch mich in Ewigkeit leben". Anders gesagt: "Ich gebe mein Leben für euch, ohne Kalkül, Berechnung, Vorbehalt, nämlich aus freien Stücken."Besonders an Fronleichnam würden die Menschen auf ihn in der Monstranz schauen, aber ein Perspektivenwechsel zeige, dass sein Blick auch uns gelte und uns sage:"Erzählt von mir, von meiner Botschaft, meiner Hoffnung und lasst mich in eure Herzen kommen."

Andacht zum Dreifaltigkeitssonntag

22 Personen machten sich am Dreifaltigkeitssonntag auf zur gleichnamigen Kapelle am Fuß des Hirschbergs. Und pünktlich um 17 Uhr hörte der Dauerregen auf, sodass die halbstündige Andacht ohne Regenschirm möglich war. Die Familie Rose hatte wieder für schönen Blumenschmuck gesorgt.

Erste offizielle Maiandacht in Beilngries

Für 50 Personen gab's bei der Seefigurkapelle eine professionelle Einteilung: Die Fußballer haben die Stehplätze genau markiert und hinter den bunten Punkten konnten sich die Gläubigen mit Blick auf Kapelle aufstellen. Mitglieder vom Pfarrgemeinderat sorgten auch hier für Ordnung, Mesner Ivo Dropulja für den Lautsprecher. Domkapitular Josef Funk hielt die Maiandacht "Maria teilt die Freude der  Jünger an der Himmelfahrt Jesu". Das Singen bekannter Marienlieder klappte auch mit Masken recht gut.

Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit

 

Am 2. Sonntag nach Osternbegeht die katholische Kirche das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit, das der Heilige Papst Johannes Paul II. vor nunmehr 20 Jahren eingeführt hat. Die polnische Ordensschwester Faustyna Kowalska ist untrennbar damit verbunden und wurde von ihm im Jahr 2000 heilig gesprochen. Er selbst ist am Vorabend eines Barmherzigkeitsabends gestorben.
Das Bild des Barmherzigen Jesus, das auch in der Kapelle des Seniorenzentrums Beilngries, in einer privat gebauten Kapelle auf dem Radweg nach Kinding und in etlichen anderen Kirchen zu finden ist, wurde Schwester Faustyna von Jesus selbst 1931 in Auftrag gegeben. 
Unsere Zeitung hat mit zwei Priestern, dem Ruhestandspfarrer Pius Schmidt und Kaplan David Simon,  gesprochen. Sie schildern ihre ganz persönliche Beziehung zu diesem Fest.

Herr Pfarrer Schmidt, warum liegt es Ihnen am Herzen, diese Botschaft "unter die Leute zu bringen"?

Pfarrer Schmidt: Sie gehört zu den trostvollsten Inhalten unseres christlichen Glaubens.  Es gibt auch heute viel unsichtbares Leid, ja Elend, oft unter dem Deckmantel eines wohlhabenden Lebens versteckt. Einer sagte: "Mir kann keiner mehr helfen!" Doch wer so redet vergisst, dass ein barmherziger Gott existiert. Sr. Faustyna schreibt: "Möge an Gottes Barmherzigkeit niemand zweifeln. Gottes Erbarmen ist immer größer als unser Elend." Das weiter zu sagen, ist mir auch als ehemaliger Klinikseelsorger ein großes Anliegen.

Herr Kaplan Simon, in Polen ist die Verehrung der göttlichen Barmherzigkeit weiter verbreitet. Welche Erfahrung haben Sie damit persönlich gemacht?

Kaplan Simon:  Das Bild vom Barmherzigen Jesus hängt seit 20 Jahren in meiner Pfarrkirche. Oft wird es der Nähe der Beichtstühle aufgehängt, um den Gläubigen sichtbar zu machen, was bei der Heiligen Beichte passiert. Bisweilen findet es im Altarraum seinen Platz, um deutlich zu machen, was sich bei der hl. Eucharistie ereignet, wo ungezählte Ströme der Barmherzigkeit Jesu in die Seelen der Menschen ausgegossen werden. Auch nach Beilngries habe ich mein persönliches Bild mitgenommen.

Drei Sachen berühren mich bei diesem Bild: Jesus hat für die Menschen seine rechte Hand zum Segen erhoben und er segnet sie die ganze Zeit. Nie endene Gnaden strömen unaufhörlich aus dem für uns Menschen geöffneten Herzen Jesu. Obgleich am unteren Bildrand der Satz steht: „Jesus, ich vertraue auf dich“, weiß ich, dass es eigentlich Jesus ist, der mir aus dem Bild heraus anruft: „David ich vertraue dir. Ich weiß, dass du es schaffst. Ich bin immer bei dir. Und egal, wie weit du von mir wegläufst, ich laufe dir hinter her und lasse dich niemals allein“.

Warum ist es auch für Christen oft so schwer, der Liebe Gottes bedingungslos zu vertrauen und wirklich das Leben darauf aufzubauen?

Pfarrer Schmidt: Oft werden Menschen von harten Prüfungen gequält oder von der Last ihrer Sünden erdrückt. Es ist eine Gnade, also ein göttliches Geschenk, wenn wir dieses Gottvertrauen in uns tragen und um diese Gnade sollen wir immer wieder bitten. Und Jesus verspricht uns, dass er diese Bitte sicher erfüllen wird.
Kaplan Simon: Nach den schrecklichen Wirren des beiden Weltkriege, wo die Menschheit gesehen hat, wie vernichtend und böse der Mensch sein kann, kommt Gott mit den Eigenschaften Liebe und Barmherzigkeit, die nicht neu waren, aber aufs Neue wieder entdeckt werden mussten und müssen. Glaube beruht nicht auf Beweisen, sondern auf einem Vertrauensakt. Er kann nicht zurecht gezimmert werden, wie etwa ein Dachstuhl, oder gar nach Rezept wie ein Kuchen gebacken werden. Wir Menschen sind schwach und fehlerhaft und bedürfen der Erlösung. So dürfen wir wie dem Heiligen Franz von Sales sagen: „Herr ich glaube,  hilf meinem Unglauben“.

Zur Vorbereitung des Barmherzigkeitsfestes gibt es ein neuntägiges Gebet, eine Novene also.  Der Text  wird heutzutage oft als Zumutung empfunden, weil er klar von Hölle, Gericht u.a. spricht. Wie sehen Sie das?

Pfarrer Schmidt: Sr. Faustyna sieht ganz klar, welches Unheil die Sünde bedeutet, in welch schlimme Not Menschen durch sie geraten können. Die Sünde ist ein Gift, das buchstäblich Hölle auf Erden erzeugt. Denken wir an Hass, Feindschaften und Lieblosigkeiten, die Menschen sich gegenseitig zufügen können. Aber Jesus hat all unsere Sünden auf das Holz des Kreuzes getragen und nichts wünscht er so sehr, wie unsere Reue und Hinkehr zu ihm.

Kaplan Simon: Obwohl zunächst immer die Botschaft der Barmherzigkeit und der Liebe vorrangig ist,  darf man doch nicht leugnen, dass die Hölle und der Teufel existieren. So hat die Kirche neben den Geboten auch die sogenannten Pflichten, wie etwa die Sonn- und Feiertagepflicht, jährlicher Empfang des Bußsakraments in der österlichen Zeit oder die festgelegten Fast- und Abstinenztage. Selbst wenn viele Menschen es in ihren Herzen abgeschafft haben, gehört das trotzdem immer noch zum Fundament unseres Glaubens, zu  der Kirche, die Jesus gegründet hat.

Zur Todesstunde Jesu um 15 Uhr soll jeden Tag der Barmherzigkeitsrosenkranz gebetet werden. Er wird als großes Gnadenmittel, vor allem für Sterbende, bezeichnet. Jesus hat ihn 1935  Schwester Faustyna gelehrt. Möchten Sie uns von Ihren Erfahrungen damit erzählen? 

Pfarrer Schmidt: Ich schätze ihn als wertvolles Gebet. Es kreist in einfacher Form punktscharf um das zentrale Geheimnis der Erlösung, dem wir doch alles verdanken.

Kaplan Simon: Der große Verdienst von Schwester Faustyna ist es sicherlich, dass sie uns dies erneut ins Bewusstsein ruft, dass das barmherzige Herz des Erlösers offen ist für alle Menschen und diese lebendigen Gnadenströme immerzu für uns fließen, unabhängig von unseren Verdiensten. Rosenkranz betend schöpfen wir fortwährend aus den Quellen der Barmherzigkeit Gottes.

Patrozinium St. Walburga am 23. Februar 2020

Patrozinium in der Pfarrkirche St. Walburga - das bedeutet: Es wird mit einemFestgottesdienst der Patronin gedacht, so geschehen am Sonntag, 23. Februar um 10 Uhr mit den Zelebranten Domkapitular Josef Funk und Ruhestandspfarrer Josef Bierschneider, vielen Ministranten mit Flambo und Weihrauch, Fahnenabordnungen, feierlichem Orgelspiel von Peter Sillner und festlich gestimmten Besuchern.
 

Darstellung des Herrn mit Blasiussegen

Ein Großaufgebot an Ministranten, Erstkommunion- und Firmkindern, Gläubigen und Kerzen ist am Sonntag Abend zu sehen gewesen, als Domkapitular Josef Funk mit dem Ruhestandsgeistlichen Josef Bierschneider einen feierlichen Gottesdienst zum Fest der Darstellung des Herrn, früher Maria Lichtmess genannt, zelebrierte.

Funk segnete die vor dem Volksaltar aufgebauten und die von den Gläubigen mitgebrachten Kerzen. In einer kleinen Prozession zogen Ministranten, Erstkommunion- und Firmkinder mit den Priestern mit brennenden Wachslichtern durch das Kirchenschiff, begleitet vom Volksgesang.

"Wir feiern heute ein Begegnungs-, aber auch ein Lichtfest, das in den Anfängen der Kirche mit der gleichen Freude begangen wurde wie Ostern," erklärte der Stadtpfarrer in seiner Predigt. "Am Nachmittag brachten drei Familien ihre Töchter zur Taufe, weil sie als Kind Gottes leben sollen," berichtete er und erwähnte als Besonderheit, dass Emma aus Beilngries, Sofia aus einer nigerianischen Familie und Mia aus thailändischer Abstammung sei. "Das zeigt gerade heute, dass überall Menschen suchen und Jesus als Retter, Heiland und Messias für sich erkannt haben," so der Priester.  Menschen hätten das Bedürfnis, Orte aufzusuchen, wo Gott wohne, um ihm zu sagen, was sie bedrücke und was ihnen Freude mache.  "Der Christbaum wird morgen verschwinden, aber wir werden Christus, das Licht, in unserem Herzen weiter tragen," zeigte er sich überzeugt.

Gerne stellten sich die Gottesdienstbesucher abschließend auf, um den Blasiussegen von Pfarrer Josef Funk und Pfarrkurat Edward Kabba zu erhalten.

 

Byzantinischer Gottesdienst

 

 

Man nehme Ikonen, Weihrauch und Männergesang, von allem ganz viel: Das sind die äußerlich wahrnehmbaren Attribute eines byzantinischen Gottesdienstes, so erlebt zum Ende der Gebetswoche für die Einheit der Christen in der Pfarrkirche St. Walburga.

Sehr viele Besucher waren gekommen, um mitzufeiern und eine heilige Atmosphäre zu erleben. Archimandrit Dr. Abraham-Andreas Thiermeyer zelebrierte mit Domkapitular Josef Funk, für den es ein Novum war. Der Rektor des Collegium Orientale (COr) Eichstätt, Oleksandr Petrynko, und zwei Kollegiaten sorgten für den gesanglichen Dauerklangteppich.

Vor dem Gottesdienst erklärte Dr. Thiermeyer kurz die Besonderheiten des ungewohnten Ritus, der sich zwischen dem vierten und dem achten Jahrhundert entwickelt habe. “Sie kennen sich gleich aus,” meinte er zum Ablauf, der wie in der katholischen Messfeier sei. Es gebe aber die Möglichkeit der Kommunion unter beiderlei Gestalten.

Auch eine kurze Ansprache hielt der Archimandrit zum Evangelium vom Zöllner Zachäus, “ein Modellfall der Umkehr und Berufung durch Jesus Christus. Er hatte Sehnsucht nach etwas anderen und spürte: mehr Haben macht nicht mehr Sein. Nehmen wir den Herrn auch in unsere Herzen auf,” ermutigte der Erzpriester der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elfriede Bruckschlögl bedankte sich für diesen besonderen Gottesdienst und überreichte die Kollekte für das COr, “ein 22 Jahre altes Pflänzchen, das weiter so wachsen möge,” so Thiermeyer.

Familiengottesdienst "Menschenfischer"


Ein volles Gotteshaus war dem Familiengottesdienst am letzten Januarsonntag beschert. Das Vorbereitungsteam mit Gemeindereferentin Juliane Gerl hatte passend zum Tagesevangelium Anspiel, Kyrierufe und Fürbitten vorbereitet, allesamt von Kindern übernommen. Vier "Jünger Jesu" erzählten, wie sie von Jesus gerufen, ja "gefangen" wurden, sodass sie selbst zum Menschenfischer geworden seien.
Domkapitular Josef Funk ging in seiner frei gehaltenen Predigt auf dieses Hauptthema ein und zeichnete das Bild von normalen Fischern, die durch die Nachfolge Jesu selber Menschen für ihn gewinnen. "Jesus gibt den Jüngern zu verstehen: Du hast keinen Nachteil, wenn du mit mir das Leben teilst. Er knüpft mit ihnen ein Netz des Vertrauens." Anschaulich dargestellt wurde das bei den Fürbitten, als die Kinder Fische namens Mut, Vertrauen, Zuverlässigkeit, Liebe und Freude zu einem echten Netz an der Pinnwand brachten.
"Wir knüpfen aufeinander zu, vier knüpfen aneinander an, wir knüpfen miteinander... ein Netz" hieß eines der vielen passenden Lieder des Freiheitschors. Damit dieser besondere Familiengottesdienst länger in Erinnerung bleibe, bekamen alle Kinder nach dem Schlusssegen kleine Fische ausgehändigt.

 

Sebastiansgedenken

Eigentlich erstaunlich, dass es Jahrhunderte hindurch immer wieder Katholiken in Beilngries gibt, denen das Einlösen eines Gelübdes wichtig ist:

So fand sich am Sonntag, 19. Januar, eine beachtliche Anzahl von Betern zu Rosenkranz, Andacht und Prozession ein, um  den Heiligen Sebastian weiterhin um seine Fürsprache für unseren Ort zu bitten. Auch wenn derzeit nicht wie damals die Pest, sondern eine Vielzahl aktueller Anliegen Inhalt der Gebete waren.

"In mehreren Orten unseres Pastoralraums gibt es Figuren dieses beliebten Volksheiligen, was auf eine ununterbrochene Verehrung schließen lässt," so Kaplan David Simon, der das Gebetsgedenken mit vielen Ministranten, Extra-Kerzen und Weihrauch zu einem kleinen Fest gestaltete und abschließend vor dem Te Deum den eucharistischen Segen erteilte.

Neuer Kaplan David Simon

Eine kleine Nachprimiz hat der neue Kaplan David Simon mit seinen ersten Sonntagsgottesdiensten in der Pfarrkirche St. Walburga gefeiert und dabei auch anschließend jeweils den Einzelprimizsegen gespendet.“Es ist paradiesich in Beilngries und ich fühle mich sehr wohl hier”, betonte Simon und gewann mit seiner jugendlichen Natürlichkeit und Offenheit schnell die Herzen der Gläubigen.

“Meinen Primizspruch aus dem Johannesevangelium, ‘Alle sollen eins sein’, hab ich vor Jahren schon ausgewählt,” berichtete der Kaplan in seiner Predigt. “Vor vier Monaten bin ich zum Priester geweiht worden, um den Menschen die frohe Botschaft zu verkünden, die Sakramente zu spenden und dadurch Gott und die Menschen eins zu machen,” legte er seine Möglichkeiten als “Werkzeug Christi und Diener der Einheit” dar. “Wir Priester sind oft sehr schwache Menschen und brauchen eure Unterstützung und euer Gebet. Jeder, der ein Primizbild mitnimmt, muss beten, dass wir gute Priester sind, für Gott und für euch,” ermunterte der Kaplan abschließend.

Gottesdienstzeiten

Heilige Messen in der Pfarrei Beilngries

Samstag 19.00 Uhr (Sommerzeit), 18.00 Uhr (Winterzeit)
Sonntag 8.30 Uhr, 10.00 Uhr
Montag 9.00 Uhr
Dienstag 16.00 Uhr, Kapelle im Seniorenzentrum
Mittwoch 19.00 Uhr
Donnerstag 7.00 Uhr (in den Ferien 8.00 Uhr), 16.00 Uhr Schülergottesdienst (nicht in den Ferien)
Freitag 9.00 Uhr
(Änderungen entnehmen Sie bitte dem Pfarrbrief)